Two docs on the road

13Dezember
2013

Amazonas by boat Teil 2: von Santerém nach Manaus 16.11-18.11.2013

Folgt
16November
2013

Noch 3 Tage länger im Paradies des Amazonas 13.11-16.11.2013

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Angekommen in Alter do Chão checkten wir uns wieder in das bekannte und gute HI Hostel, in dem wir die Tage zuvor auch schon verbrachten. Da wir nun durch den gebuchten Flug am 27.11.2013 von Manaus nach Curitiba nun noch relativ viel Zeit für das Amazonasgebiet hier oben im Norden Brasiliens mitbrachten, entschieden wird uns noch ein wenig hier im kleinen Paradies zu bleiben;)
Wir genossen hier die angenehme ruhige, entspannte und familiäre Stimmung des kleinen Örtchens.

Die nette Idylle wird hier nur manchmal gestört von der fahrenden Werbung. Dazu ist auf einem Auto eine lautstarke Box montiert und der Fahrer fährt durch alle Straßen eines Ortes um die Werbung in alle Häuser zu tragen. Generell sind hier in Brasilien Boxen auf Autos oder hinten auf Pick-ups montiert sehr häufig und wahrscheinlich ein Statussymbol. Wer die größere und lautere Box hat gewinnt. Das ist manchmal doch sehr nervig.
Gernerall ist Alter do Chão ein gemütlicher Ort zum Entspannen. does Nutzen auch die Einheimischen aus dem Umland am Wochenende... Dann kommen große Pick-up Trucks mit, wie oben schon erwähnt, großen Boxen auf der Ladefläche und Jetskis auf dem Anhänger. Mit Grill , Bier und Musik lassen es sich die Mädels und Jungs am Strand gut gehen... Nette Wochenendbeschäftigung;)
Wir nutzten die verbleibenden Tage in Alter do Chao zum Entspannen und Reflaxen. Viele Stunden verbrachten wir auf der Ilha do Amore (s.bild) an einem der schönsten Strände der Insel mit Sonnenbaden und schwimmen im angenehm warmen Wasser.
Abends haben wir einen Deutschen getroffen- Oliver aus Düsseldorf. Er ist knapp 50 und hatte hier viele Jahre gelebt und betreibt eine Reiseagentur“ Kultur Abenteuer Brasilien“. Mit ihm haben wir uns noch mal für Manaus verabredet -mal sehen ob es klappt.
Den anderen Abend haben wir uns mit Ron und den beiden Holländern zum Barbecue verabredet. Dazu kauften wir im örtlichen Supermarkt Würstchen, Senf, Bier und Brötchen ein. Der Plan war am Strand Feuer zu machen und die Würstchen auf dem Stock zu grillen. Also gingen wir auf einen Strand in der Nähe unseres Meer Hostels und machten ein schönes Feuer. Doch die gute Laune hielt nicht lange an. Das Feuer blieb nicht lange unbemerkt und prompt kam ein Sicherheitsbeamter irgendwo aus dem Busch und verbot uns das Feuer machen. Nach einigem überlegen was wir nun machen sollten, entschieden wir uns das Feuer auf der Insel in einem fast ausgetrockneten See zu machen. dort sind wir unbemerkt und es wird es keinem auffallen. Gesagt getan. Wir machten uns auf zu Insel. Doch dazu mussten wir den Fluss zwischen Festland und Insel ( ca. 30 Meter ) überqueren. Da es aber schon dunkel war, fuhren die Fähren nicht mehr. Also warteten wir durch das Wasser mit samt Gepäck. Auf der Insel waren wir um diese Zeit ganz allein und könnten unbehelligt Feuer machen und unser Bier und die Würstchen genießen. Nach einem weiteren Strandtag und Ausspannen in der Hängematte und leckerem Frühstücksbuffet im Hostel verabredeten wir uns am letzten Abend mit Ron zum Pizza essen. Die leckersten Pizzen des Ortes gab es am Dorfplatz für 30 Reais. Hier saß man bei angenehmer Temperatur und Livemusik;) die Pizzen waren genial;) (s.bild) Danach gingen wir noch auf einer Forró Party, einen traditionellen Tanz hier in Brasilien.
Da das Hostel in dieser Nacht ausgebucht war, hatten wir kein Bett mehr als Schlafplatz. Deswegen war es unser Ziel so lange wie möglich auf der Party zu bleiben und dann die restlichen Stunden am Morgen auf einer Hängematte im Garten (s. bild) des Hostels zu verbringen. Dies war so abgemacht mit dem Hostelbesitzer. Zum Glück befanden wir uns in den Tropen und es war schön warm;) obendrein war die Nacht noch um sonst.
13November
2013

3 Tage im Dschungel: Flona, Floresta national do Tapajós, 11.11.-13.11.2013

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Abends zuvor reifte bei einigen von uns die Idee einen kleinen Trip in den Dschungel zu machen. Also organisierten wir uns mit Hilfe der netten Mitarbeiter unserer Hostelrezeption einen 3 tägigen Ausflug für 5 von uns in den Nationalpark "Flona". Hin und Rücktransport, Parkeintritt, Taxe und Unterkunft und Verpflegung haben wir nach ein bißchen Handeln für 160 RS pro Person bekommen. Gesagt getan- da die Landwege hier im Amazonas nur sehr spärlich vertreten sind, sollte uns der Ranger Bata um die Mittagszeit mit den Boot abholen und mit uns in sein kleines Dorf im" Floresta national do Tapajós " fahren, wo wir dann auch 2 Nächte im Haus seiner Familie verbringen sollten. Bata hatte aber erst einmal Probleme mit dem Motor, sodass wir nicht gegen 12 Uhr sondern erst gegen 14 Uhr abgeholt wurden. Wir vermuteten schon ein einfaches Kanu mit Motor, aber zum Glück war das Boot von Bata und seinem Kollegen doch etwas größer und hatte sogar ein Dach als Regen- und Sonnenschutz. Also rauf aufs Boot und los ging die 3,5 Std Bootsfahrt in das Dorf " Jamacara". Vom Boot aus konnte man schön die Landschaft und Dörfer entlang der Küste beobachten und noch etliche einsame wunderschöne Strände bestaunen. Glücklicherweise hatte ich Ohrenstöpsel wegen des sehr lauten Motors griffbereit und konnte ich mir die lange Fahrt in der etwas größeren Nussschale mit ein wenig nachzuholendem Schlaf verkürzen. Kurz vor dem eigentlichen Ziel legten wir noch in einem kleinen Nachbardorf an und besichtigten eine kleine Latexmanufaktur und probierten selbstgemachtes Eis aus heimischen Früchten. Ich kostete Avocadoeis- sehr lecker... in Brasilien übrigens auch als frisch pürierten Avodadosaft morgens zum Frühstück, auch prima- kannte ich in der Form noch garnicht;) Danach ging es weiter in eine Bucht in der wir angelegten um von dort,mittlerweile in leichter Dämmerung, die letzten Kilometer per Pedes zurückzulegen. Im Dorf angekommen war es schon völlig finster und Bata zeigte uns unsere Unterkunft für die nächsten 2,5 Tage. Unsere Hängematten konnten wir in einem Stall, ein einfaches Dach freistehend auf dem Gelände, aufhängen. Jetzt zahlten sich unsere mitgekauften Moskitonetze, speziell für Hängematten, aus. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, gab es noch ein einfaches aber sehr schmackhaftes Abendessen: gerillter Fisch, Reis , Nudeln und rote Bohnen, zu trinken gab es gefiltertes Wasser. Schließlich war nur noch schlafen angesagt. Meine erste Nacht im Urwald war heftig- schlafen konnte ich nicht viel... Vor den Mücken und den anderen Fieschern schütze mich zwar mein Moskitonetz und das Insektenrepellent, gegen die sauhohe Luftfeuchtigkeit und die Hitze half aber nichts. Innerhalb von wenigen Stunden war alles klamm bis feucht. Dann die einzigartige Geräuschkulisse des Dschungels bei Nacht- man meint, man schläft im Zoo und alle Gehege wären um einen herum. Vor allem die Lautstärke der Affenschreie und der Vögel gegen Morgen - der Wahnsinn... In der zweiten Nachthälfte löste die Hitze dann eine unangenehme Kälte ab. Ich musste mir meine Regenjacke anziehen, sonst wars wirklich zu kalt. Wow was für eine Nacht, ich war jedenfalls froh als es langsam hell wurde.
Mit dem Sonnenaufgang begann auch das Leben im Dorf. Spätestens um 6.30 Uhr waren auch die Langschläfer unter uns durch den Lärm vom Holzhaken, Gartenarbeit etc. wachgeworden. Körperlich anstrengende Tätigkeiten müssen ganz früh morgens erledigt werden, da es spätestens gegen 9 Uhr schon wieder über 30 Grad Celsius warm wird. Da ich ja wie immer unter den ersten war, die aufstehen, schaute ich mir das Dorf oder bessergesagt die kleine Siedlung jetzt bei Tageslicht mal etwas genauer an. Die Siedlung, etwas abgelegen vom Rest des Dorfes mit ca. 20 Häusern, bestand aus 4 Häusern (1 großes Haupthaus, 2 kleineren Nebengebäuden, unserem Stall ) und einem Klohäuschen.
Als alle wach und munter waren gab es frisch gepressten Saft und Kaffee, eine Art Pfannkuchen und Ananas als kleines Frühstück im Haupthaus. Die Reste verfütterten wir an die zahlreichen Haustiere darunter waren ein Ameisenbär und 2 handzahme Papageien die exotischsten. Gestärkt machten wir uns sodann mit einem Guide aus dem Dorf, welcher leider ausschließlich portugiesisch sprach, auf zu einer 5-6 Std Wanderung durch den Urwald. Dabei zeigte und erklärte er uns meist mittels Vormachen und Imitieren viele Tiere und Pflanzen. Wir sahen viele Arten von Ameisen und Termiten, Teranteln und nachtaktive Vögel , die tagsüber in einer Art Dämmerschlaf waren und man sie dadurch anfassen konnte. Am beeindruckendsten fand ich den Pfeilgiftfrosch, dessen Gift auch zum Töten eines Menschen locker ausreicht und die mehrere Jahrhunderte alte Riesenbäume, für die man mehr als 20 Menschen braucht um den Stamm zu umarmen. Die Wanderung bei der Hitze und der Luftfeuchte war sehr anstrengend und schweißtreibend. Soviel geschwitzt habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht. Die kompletten Klamotten waren plätsch naß durchgeschwitzt. Wir hatten definitiv zu wenig Wasser mitgenommen. Wieder zurück im Dorf gab es erstmal ein schmackhaftes Essen aus Fisch und Geflügel, Reis und Nudeln und einen Salat. Danach durften wir uns etwas ausruhen bevor wir wieder aufbrachen. Diesmal zu einer Kanutour durch die Mangroven. Da wir in uns in der Trockenzeit befanden war der Wasserstand sehr niedrig, sodass man leider nicht weit ins Dickicht kam bevor das Kanu aufsetzte. Hätte mir von dieser Tour etwas mehr erwartet. Als kleines Schmankerl brachte uns unser Führer noch auf eine tolle Sandbank, die in der Regenzeit überschwemmt ist. Schneeweißer Sand mit bizarrgeformten Ufern und herrliche harmonische Farben des Sonnenuntergangs schufen einen fast mystischen Ort mit einzigartiger nicht auf Bildern festzuhaltender Atmosphäre. Nach dem Abendessen zogen wir dann nochmal los- Dieses Mal mit Familienoberhaupt Bata auf Kaymanjagd. Wieder mit dem Kanu paddelten wir die Magrovenufer ab und suchten mittels des Lichtes der Taschenlampen, das in den Augen der Tiere reflektierte, nach Interessantem. Aber das Glück sollte dieses Mal nicht auf unserer Seite sein. Nach über einer Stunde rumgepaddele noch immer kein Kayman in Sicht. Also fuhren wir mit Bata immer weiter in die Mangroven bis das Boot auf Grund lief und wir nicht mehr weiter kamen. Bata stieg aus und ging zu Fuß weiter. Da standen wir nun- 5 Touristen allein in einem Kanu im Licht des Vollmondes in den Mangroven im tiefsten Urwald und kamen weder vor noch zurück.-verrückt!! Nach einer gefühlten weiteren Stunde kam Bata dann endlich mit 2 ca. 50 cm großen Kaymanen an. Diese dürften wir dann aus nächster Nähe begutachten und auch halten, dabei immer schön die Hand hinter dem Maul fest zugepackt damit das wilde Tier nicht zuschnappen kann. Der eine war etwas ruhiger, der andere bißchen aggressiver. Die putzigen Tiere haben eine sehr geschmeidige Haut, die gut anzufühlen war.Danach machten wir uns auf den Heimweg und fielen todmüde in den Hängemattenschlaf bis einen das Gebrüll der Affen wieder herausriss..
Am nächsten Morgen war ich schon wieder so früh wach, dass ich , bevor die anderen wach wurden, schonmal Joggen ging bis zu den Kanus und eine kleine Paddeltour alleine machte.... in der Kühle der Morgenstunden auch besonderer Genuss.
Nach dem Frühstück stand dann Sachenpacken und die Rückreise mit dem Boot nach Alter do Chaõ auf dem Programm.
11November
2013

Ankunft in Santerém und Fahrt nach Alter do Chaõ, das kleine Paradies mitten im Amazonas 9.11.-11.11.2013

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Trotz Fragen vieler Menschen an Bord, stand bis zum Schluss nicht genau fest, zu welcher Uhrzeit wir unser Ziel Santerém erreichen würden. Wichtig war dies für uns, da wir nicht mitten in der Nacht ankommen wollten... Um diese Uhrzeit einen Schlafplatz zu finden wäre doch etwas beschwerlich. Aber es kam, wie es kommen musste: wir erreichten Santerém um 2.00 Uhr nachts.... Zum Glück fanden wir aber dann noch einen Schiffsoffizier, von dem wir erfuhren, dass wir die Nacht noch auf dem Schiff schlafen konnten, da die Weiterfahrt erst morgen um 12 Uhr sei... Also lümmelten wir uns noch mal in unsere Hängematten und genossen noch die letzte Nacht dieses besonderen Schlaferlebnisses.
Am nächsten Morgen wurden wir dann von der Wusseligkeit des Schiffes wach. Das ganze Schiff war in Aufruhr, da sehr viele Passagiere auch in Santerém ausstiegen. Also packten wir auch unsere Sachen und gingen nach dem kleinen Frühstück von Bord. Dies wäre fast noch schief gegangen, da man vorher noch mal die Fahrkarte zeigen musste, dass man auch nicht zu weit mitgefahren ist. Leider war meine Fahrkarte unauffindbar. Aber wir konnten dies dem Offizier doch klar machen und dass ich mit Benni zusammen am Reisen war, somit ließ er mich schließlich ohne Karte gegen kurz nach 8 Uhr von Bord gehen.
Wir hatten vorher mit einigen anderen Gringos ( Daphne und Herold(Holland), Ron( Australien) und Sebastian, einem Kolumbianer (s.Bild) den Plan geschmiedet von Santerém direkt weiter nach Alter do Chaõ zu fahren, da es dort laut Lonely Planet viel schöner sein soll. Also gingen wir mit unseren Rucksäcken vom Hafen in das Zentrum Santeréms( ca. 4 km) und fuhren dann mit dem Bus eine gute Std. für 2,5 RS ( nicht mal einen Euro) nach Alter do Chaõ. Dort angekommen ging die Suche nach einer Unterkunft los. Letztendlich haben alle von uns nach ihren Vorlieben eine passende Schlafmöglichkeit gefunden. In unserem Fall war dies das" Pousada do Tapajós " Hostel. Schön direkt am Strand gelegen und nett eingerichtet, gab es hier die Nacht im Dorm für 35 RS inkl. Frühstück ( normal 45 Rs). Es gehörte zur international Hosteling Gruppe und besaß somit einen gewissen Standart, den wir besonders beim guten Frühstück (s. Bild) positiv empfanden. Im großzügig angelegten Garten gab es einen großen Grill, eine gemütliche chillout Ecke und viele Hängematten (s.Bild) zum ausspannen, die auch zu einem späteren Zeitpunkt noch eine gewisse Relevanz für uns erlangen sollten. Also alles in allem- eine runde Sache dieses Hostel.
Alter do Chaõ ist ein kleines Örtchen mit geschätzten 1000 Einwohnern. Mitten im Amazonasgebiet gelegen, stellt es aber mit seiner einzigartigen Sandinsel ( s. Bild) und superschönen weißen Sandstränden und fast badewannen warmes Wasser ein wirkliches kleines Paradies dar, das man in dieser Form nie im Amazonas vermutet hätte. In der Mitte des Ortes gab es einen großen Platz, am und um diesem sich eigentlich das ganze Leben abspielte. Freies Wifi und sogar noch schnelleres als in unserem Hostel war an diesem Square auch vorhanden. Ansonsten waren hier noch ein etwas größerer Tanteemmaladen, eine Kirche und viele kleine nette Restaurant sowie eine Bühne, auf der Tänze und Musik aufgeführt wurden, angesiedelt.
Die meiste Zeit hier verbrachten wir, wie soll es auch anders sein, chillend am genialen wunderschönen Strand. Abends speisten wir zusammen in einem netten Restaurant am Square mit Livemusik oder besorgten uns Sachen für eine Party und hatten ein Barbecue bei uns im Garten des Hostels.
Die Partys hier in dem schnuckeligen Örtchen hatten es in sich. Nicht selten tanzte man in einen kleinen Club bis zum Morgengrauen und beobachtete dann noch den tollen Sonnenaufgang an Strand bevor man dann todmüde ins Bett gefallen ist. Jedoch musste man seinen Schlaf kurz unterbrechen, wenn man das leckere Frühstück, das aber nur von 8-11 Uhr serviert wurde, nicht verpassen wollte;)
09November
2013

Amazonas by boat Teil 1: von Belém nach Santerém 6.11.-9.11.2013

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Die erste Nacht in der Hängematte auf dem Schiff "Amazon Star" war ein echtes Erlebnis. Nicht nur das Hin- und Hergeschaukele von den Wellen sondern auch die Körperteile von den Nachbarn sorgten für ein einmaliges Schlaferlebnis;) so wurde man von einen Fuß am Kopf oder einem Knie im Rücken wach, legte sich andersrum und drückte mit seinem Allerwertesten seinen Nachbarn weg...
Und wenn einen mal kein Körperteil von seinen Neben-/Unter-/Zwischenlieger ärgerte, dann nervte einen das Geschnarche von gefühlten 100 Leuten im weniger als 3 m Abstand;).
Die "Amazon Star" hatte 3 Decks: auf dem untersten war viel Platz für Autos, Mopeds und jegliche andere Art von Fracht. Auf dem mittleren gab es vorne einige Kabinen und hinten einen großen Raum für die Hängematten und Gepäck der Leute. Ganz hinten war noch eine Art Kombüse mit kleiner Sitzgelegenheit untergebracht. Vorne auf dem obersten Deck gab es wieder Kabinen, in der Mitte einen Aufenthaltsraum mit Stühlen und Tischen und Bar, ganz hinten noch ein Sonnendeck. Im Fahrpreis enthalten war das Frühstück, 6 Uhr bis 7.30 Uhr. Ein kulinarischer Hochgenuss bestehend aus einen Becher zuckersüßen Kaffee und einem läpprigen Milchbrötchen. Ich dachte am ersten Morgen, ob ich wohl dafür am nächsten morgen nochmal so früh aufstehen werde... Aber man war eh früher wach durch das ganze Getümmel ;)
Was machte man nun über 50 Stunden auf so einem kleinen Schiff?? Oh, da gabs viele Möglichkeiten sich die Zeit zu vertreiben, Langeweile kam jedenfalls nicht auf. Auf der Strecke von Belém nach Monte Alegre fuhren wir auf schmalen kleinen Nebenflüssen, sodass das Ufer sehr nah war und man schön den Urwald und die Menschen in ihren kleinen Siedlungen ( s.Bild) beobachten konnte. Außerdem konnte man an dem niedrigen Wasserpegel gut erkennen, dass wir uns in der Trockenzeit befanden. Ab und zu konnte man sogar ein Flussdelphin erblicken. Auf dem Oberdeck konnte man schön mit seinem Getränk am Tisch oder auf einen Stuhl sitzen und der Musik lauschen, die unaufhörlich abwechselnd alle erdenklichen Musikrichtungen mit einer Lautstärke, dass auch die Menschen am Ufer etwas davon hatten, dudelte. An den Tischen konnte man an lustigen Dominospielen teilnehmen oder man fletste sich mit einem Bier auf das Sonnendeck, wo es einem aber schnell zu heiß wurde. Aber auch dann hatte das Schiff eine Spezialität zu bieten: ganz hinten auf dem Sonnendeck waren große Freiluftduschen angebracht, die mittels hochgepumptem Flusswasser Abkühlung verschafften.(s.Bild) So konnte man also mit einem kühlen Bier in der Hand duschend den Amazonas hochschippern und die vorbeiziehende Landschaft beobachten und sich denken- das macht man auch nicht alle Tage;) cooles Erlebnis, im wahrsten Sinne des Wortes. Von den 200 Passagieren waren original 7 Gringos an Bord: Daphne und Herold, 2 Holländer, Ron, ein Australier, Christoph und sein französischer Freund und wir 2. Spätestens am 2. Tag kennt man alle Leute vom sehen. Und mit vielen kam man auch ins Gespräch, auch wenn wir nicht die gleichen Sprachen sprechen. Die Brasilianer/innen versuchten sich mit Umschreibungen oder langsamen Sprechen, Handzeichen verständlich zu machen- und es funktionierte! Die längste Unterhaltung auf "HandundFüßisch" hatte ich mit einem 45 jährigen aus Belém, der mir ca. 1,5 Std. Teile seiner Lebensgeschichte erzählte. Generell war das Interesse der Brasilianer/innen groß mit uns ins Gespräch zu kommen. Und bald waren wir bekannt wie die bunten Hunde, was wirkliche Vorteile hatte. Zum Beispiel wenn etwas interessantes zu sehen war auf dem Schiff oder in der Umgebung wurden wir gerufen, da sie wussten, dass wir von solchen Situationen gerne Fotos machen. Das Spektakulärste was man auf dem Schiff beobachten konnte waren die Versuche der am Ufer wohnenden Fischer und Bauern das fahrende Schiff zu entern. Entweder mit Paddeln oder mit einem motorisieren Holzkanu versuchten die meist sehr jungen "Piraten" ( manchmal waren wirklich Kinder von 7-8 Jahren bei der gefährlichen Aktion dabei) das Schiff in voller Fahrt zu erreichen. Die Variante nur mit Paddel war viel gefährlicher. Es Wurde im Vorfeld versucht so nahe wir möglich an die Fahrlinie des Schiffes heranzupaddeln, dann wenn das Schiff auf gleicher Höhe war wurde gepaddelt wie wird und der/die vorne im Boot versuchte einen Enterhaken an einem Seil befestigt an einem der Lkwreifen, die als Puffer seitlich am Schiff herunterhingen, fest zu bekommen. Die motorisierten Bötchen könnten dies etwas eleganter lösen indem sie seitlich mit gleicher Geschwindigkeit ans Boot heran führen und sich dann immer weiter näherten um schließlich auch den Enterhaken am Reifen zu besteigen. Erstmal am Schiff hängend ließen sie sich mitziehen, machten den kleinen Kahn fest und kletterten auf das Schiff. Die ganze gefährliche Aktion wurde gestartet um ein paar Waren an den Mann zu bringen. Von Fisch, Schrimps über Gemüse und Obst wurde alles verkauft. Und die Kinder die mit aufs Schiff geklettert waren, bekamen meist von den Reisenden an der Bar etwas gekauft. Gegen dieses Entersystem scheint wohl der Kapitän nichts zu haben, zumindest wurde es geduldet. Gleichermaßen hefteten sich auch größere Warenschiffe an die Amazon Star. So wurde dann ohne Zeitverlust Fracht auf- oder entladen. Es gab aber auch viele Kinder, die in Ihren Kanus in die Nähe des Schiffs gepaddelt waren, nicht um zu entern( dafür waren mache auch wirklich zu klein, glaube das die meisten Kinder schon Paddeln klönen bevor sie Laufen können) sondern um zu Warten. Viele Reisende warfen ihnen kleine Päcken mit Essen oder Klamotten zu.
Mittag- und Abendessen konnte man für 15 und 10 RS in der Kombüse erwerben. Damit man die Essenszeiten auch nicht verpasste ging immer ein Schiffsmatrose mit der Trillerpfeife durch die verschieden Decks. An den größeren Städten wurde angelegt und auch hier kamen dann fliegende Händler an Bord um ihre Sachen zu verkaufen, meist Nahrungsmittel aber auch alles andere..
Abends saßen wir meist mit den anderen auf dem obersten Deck und beobachteten den Sonnenuntergang.
06November
2013

Belém, die Stadt an der Mündung des Amazonas 2.11.-6.11.2013

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Zum Flughafen mitten in der Nacht brachte uns ein Taxi, da keine Busse mehr fuhren und es unserem Freunden zu gefährlich war zum Flughafen zu fahren. Dieser war ca 10 km entfernt und es werden auf dieser Strecke regelmäßig Autos überfallen. Einchecken mit noch etwas Restalkohol und schon waren wir schneller als gedacht in Belém gelandet. Beim Landeanflug konnte man schon die schwungenen Schlingen des Amazonas sehen-toll;)
Unsere neue Kontaktadresse in Belém, die Couchsurferin Dr. Luana Aguir, sollte uns, wie abgemacht, eigentlich am Flughafen abholen. Es kam aber, auch nach längerem Warten, niemand.... Aus unerfindlichen Gründen funktionierte auch unser Handy mit brasilianischer SIM- Karte nicht und todmüde waren wir auch noch, da wir ja die Nacht nicht geschlafen hatten. Abgerundet wurde der" perfekte Morgen " dann noch die Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit hier am Amazonas- schöner hätten wir uns die Ankunft nicht vorstellen können;);) irgendwann reagierte Luana dann auf unsere Nachrichten bei whatsapp und wir wurden doch noch, zwar 2 Stunden später als geplant, mit ihrem eigenen Auto abgeholt. Luana, 25 Jahre alt, beendete ihr Studium im Frühjahr diesen Jahres und begann sodann mit der Arbeit im Krankenhaus auf einer Station der Inneren Medizin. Sie wohnte in einem angesagten Viertel im Belém etwas außerhalb downtowns in einem 16 stöckigen Hochhaus. Dabei muss angemerkt werden, dass hier in Brasilien gerade diese Hochhäuser mit bewaffneten Bewachern als gehobene und teure Wohnsituation gelten. Von ihrem Appartement im 14. Stock hatte man einen wahnsinns Blick über die ganze Stadt bis hin auf den Amazonas. Die Wohnung besaß 2 Schlafzimmer, 1 Arbeitszimmer, ein Wohn- und Esszimmer, 3 Bäder, 1 Küche und einen Balkon- also sehr luxuriös ausgestattet.
Am ersten Tag zeigte Luana etwas die Stadt per Stadtrundfahrt mit dem Auto und wir gingen in ein gutes Lokal essen. Da wir alles noch sehr müde waren von den Nachwehen des Vortages gingen wir alle früh ins Bett.
Am nächsten Morgen (Sonntag) führen wir mit zu Ihren Eltern in einen Nachbarort, Castanhall, der ca. 1 Autofahrstunde von Belém entfernt war. Der Vater war selbständiger Orthopäde mit einem eigenen kleinen Krankenhaus mit 50 Betten. Sie hatte noch zwei jüngere Schwestern, die auch Medizin studierten. Insgesamt war die Familie sehr reich, hatte zwei Riesen Appartements in Castanhall,ein Ferienhaus in Fortaleza mit Boot, eine kleine Range in der Pampa, einen großen Jeep, ein eigenes Flugzeug und ein 1500 ccm Suzuki Dragstar. Ach ja ich habe das Hotel vergessen in dem wir am Sonntag morgen mit der Familie Brunchen waren. Die ganze Situation war etwas bizarr. Luana machte nämlich das Arbeiten im Krankenhaus keinen Spass bzw. es erfüllte Sie nicht. Deswegen hatte Sie den Plan geschmiedet nach Indien auszuwandern um dort im Einklang mit der indischen Kultur neue Wege zu finden. Dies sollte schon in 2 Tagen geschehen( Sie hatte aber nicht wirklich viel geplant und gepackt, es wirkte zumindest so, da Sie uns immer Fragte was sie noch mitnehmen solle) alles wirkte irgendwie komisch. Auf Jedenfall waren wir sozusagen auf der Verabschiedungsrunde von ihren Verwandten. Von ihren Eltern aus fuhren wir weiter die Großmutter und Tanten ab und lernten noch weitere Familienangehörige kennen. Die Meisten von ihnen wohnten in abgelegenen idyllischen Ranges mit viel Land drumherum. Einige hatten sogar kleine richtige Obstplantagen und Quellen und Bächen (s.Bild) auf ihrem Grundstück, die dann zu Schwimmingpools umgebaut wurden. Überall wurden wir herzlich willkommen geheißen. Beim mittags essen in einem etwas gehobeneren Restaurant war dann Medizin das Topthema. Der Vater wollte viel von uns wissen und Luana dolmetschte. Unter anderem erfuhren wir, dass die Ärtze im Brasilien sehr gut verdienen: als Anfänger gibst 20000 RS und als Facharzt 40000 -50000 RS aufwärts (1 Euro=3 Reais)- nicht schlecht, Herr Specht. vllt sollten wir doch Portugiesisch lernen;) Tradition ist auch, wenn Ärtze zusammen essen, dass immer der am höchsten ausgebildete- sprich der am meisten verdient, bezahlt;)
Am Abend fuhr uns dann Luana in ihr Appartement nach Belém, wollte aber Ihre letzten 2 Tage bei ihrer Familie bleiben. Wir dürften dann das halb ausgeräumte App. So lange wir wollten bewohnen;) Sollten immer nur den Schlüssel beim Pförtner abgeben. Da diese in Schichten arbeiten, gab es zunächst Probleme. Wir wollten am Tor herein und er fragte uns was wir wollten. Da er kein Englisch und wir kein Portugiesisch sprechen gestaltete sich dies etwas schwieriger. Endlich machte er uns mal das Gatter auf, dann mussten wir aber auch noch den Schlüssel für das App. bekommen. Wie erklärt man jetzt als wildfremder Gringo, dass man den Schlüssel für ein App. haben möchte... Da kann ja jeder kommen. Aber irgendwie schafften wir es doch ihn zu überzeugen. In den darauf folgenden Tagen funktionierte es immer besser bis das Gatter schon summte bevor wir es erreichten und uns der Schlüssel hingehalten wurde ohne etwas zu sagen, so muss das sein;)
Am Montag besorgten wir uns dann erst mal ein Ticket für unsere Schiffsreise nach Santerem. Im Lonely Planet stand, dass die Tickets nur an Bord des Schiffes gekauft werden sollten. Das Schiff war aber noch garnicht da, bzw schon weg. Es fuhren nämlich nur Montags, Mittwochs und Freitags Schiffe flussaufwärts nach Santerem. Es gab nur eine Menge Verkäufer, die einem ein Ticket andrehen wollten. An den Landebrücken trafen wir dann noch einen anderen Gringo- den Russen Alexey. Er stand der Sache auch etwas misstrauisch gegenüber und wusste auch nicht so recht, ob er ein Ticket kaufen sollte oder erst am Mittwoch, an dem wir auch fahren wollten. Nach langem Hin- und Herüberlegen und Befragen des Sicherheitspersonals am Hafen entschieden wir uns doch zum Kauf eines Tickets für 140 RS. Hoffentlich waren es auch valide Tickets und nicht nur dreiste Stücke Papier, deren Verkäufer wir auf den Leim gegangen sind. Dann besorgten wir uns noch schnell eine Hängematte mit Moskitonetz ums zugehörigen Seilen (35 RS) vom Markt Ver-o-Peso( s.Bild). Nach einer kleinen Stadtbesichtigung (s.Bild) verabredeten wir uns abends dann noch mit Alexey, der auch bei einem couchsurfer wohnte, mit dessen Freunden in der Stadt. U.a. wollte Alexey unbedingt durch ein berüchtigtes Viertel im Belém fahren. In diesem stellten sich barbusige Shemals zur Schau und boten ihre Dienste an...
Der nächste Tag war geprägt von Monsun artigem Regen. Wir verbrachten die meiste Zeit in dem Touristenzentrum am Hafen- Estação dos Docas- wo es leckeres Essen und Eis und Free Wifi( Internet) gab. Abends verbrauchten wir dann noch die guten Sachen aus Luanas Halb vollen Kühlschrank. Wir fragten uns die ganze Zeit was wohl mit der so halbherzig ausgeräumten Wohnung passieren sollte...
Mittwoch, Tag der Abfahrt mit den Schiff. Wir packten morgens gewaschenen Sachen ein und mähten uns am frühen Nachmittag auf zum Hafen. Mit allem Gepäck wollten wir wieder die Herausforderung des Busfahrens annehmen. Wir dachten es ist sinnvoll hinten einzusteigen, da man ja vorne durch das schon erklärte Drehkreuz muss. Gesagt- getan . Ich war drin, bevor Benni einsteigen konnte, gab der Busfahrer Vollgas... also stieg ich die nächste Haltestelle aus und ging zu Benni zurück... Beim zweiten Versuch sagten wir dem Fahrer zuerst Bescheid und dann klappte es. Wir besorgten uns im der Stadt moch ein bißchen Wegproviant und besuchten nochmal das öffentliche Internet. So gegen 16.30 Uhr fanden wir uns dann bei den Landungbrücken ein, denn um 18 Uhr sollte das Schiff ablegen. Die Wartehalle war prallvoll mit Menschen. Dann erspähte und der Russe aus Sankt Petersburg und kam aufgeregt zu uns. Wir müssten den Verkäufer von am Montag finden, mit diesem zu einem Schalter gehen und bekämen dort nach Vorlage des Passes dann die richtigen Tickets ausgestellt. Aha!!! Das Problem war nur, dass wir den Verkäufer in der Vielzahl von Menschen nicht mehr wiederfanden. Irgendwann kam dann ein Offizier vom Schiff zu mir und fragte mich etwas, das ich nicht verstand. Ich zeigte ihm unsere "noch nicht gültigen Tickets" und versuchte Ihm klar zumachen, dass ich den Verkäufer nicht finde. Er muss es irgendwie kapiert haben und ging mit mir zum Ticketschalter und besorgte mir an der riesen Schlange vorbei Tickets... Puh, ein bißchen Glück braucht der Mensch... Dann endlich kurz vor 6 wurden die Tore geöffnet und Menschenmassen drängten aufs Schiff namens "Amazon Star"(s.Bild). Vorbei an einer Securitystation und samt Gepäck durch den Metalscanner. Dieser piepte natürlich unentwegt, störte aber hier keinen. Der Sinn dieses Gerätes hier erschloss sich mir leider nicht. Wir ließen uns vom Menschenstrom auf Boot und auf das richtige Deck mittreiben. Auf dem Mitteldeck angekommen wuselte es nur so von Hängematten aufhängenden Leuten. Wir ergatterten noch schnell einen kleinen freien Platz, an den wir unsere 3 Hängematten erstmal provisorisch festbanden um dem Platz zu reservieren. Später stellte sich aber heraus. Dass es mehr Platz für Hängematten auf diesem Deck gab als zuerst gedacht. Denn die Hunderten von Menschen die nach uns aufs Schiff kamen, brauchten ja auch noch alles einen Hängemattenplatz. Den Gab es auch und zwar zwischen, über und unter,kreuz und quer an den schon hängenden Hängematten vorbei. So hingen auf dem Platz, den wir ursprünglich nur für unsere 3 Matten gedacht hatten, letztlich knapp 10 ;)(s.Bild). Diesen Abend waren wir Hunde müde... Wie man wohl in einer Hängematte auf dem schaukelnden Schiff schlafen wird???

01November
2013

Fortaleza, die Stadt der Kleider 30.10.-01.11.2013

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Wir erreichten Fortaleza frühmorgens mit dem Bus. Die Stadt- eigentlich einer der weniger spektakulären Orte auf unserer Reise, aber ein willkommener Zwischenstopp auf den endlosen Fahrten durch Brasilien. Nach unserer Ankunft stiegen wir, vollbepackt mit unserem ganzen Gepäck, in einen eigentlich schon überfüllten Bus. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind meistens so strukturiert, dass wenn man einsteigt die ersten 4 Sitzplätze für alte Menschen reserviert sind. Dann ist der Rest des Busses durch ein Gitter mit Drehkreuz abgetrennt. Normalerweise bezahlt man im Drehkreuz dem Kassierer und steigt dann hinten aus. Manche Busfahrer dachten mit und ließen uns hinten einsteigen. Nicht so dieser.... Also mussten wir uns mit den Rucksäcken vorne und hinten durch das Drehkreuz zwängen und dann noch durch die stehenden Menschenmassen im Gang des Busses. Das war ein Spaß....endlich hatten wir es bis kurz vor die Ausgangstür geschafft und stellten unsere großen Rucksäcke auf einen Sitzplatz. Dies wurde gleich lautstark von einer älteren Dame bemängelt und versuchte vergebens den Rucksack vom Sitz zu heben. Also stellte ich den großen Rucksack vom Sitz in den Gang, was zur Folge hatte dass jeder der aussteigen wollte jetzt über diesen klettern musste. Und dann hatten wir wieder das Problem, dass wir nicht wussten wo wir aussteigen mussten. Zum Glück hatte ich mir in Deutschland noch eine brasilianische Navigations App runtergeladen die im offline Modus funktionierte. So könnten wir wenigstens in der Nähe unseres Zieles aussteigen. Nach einigem Herumgelaufe hatten wir dann endlich unser unscheinbares Hostel( siehe Bild) gefunden. Es ist zwar wirklich sehr einfach, dafür auch sehr günstig und wird von einer etwas schrulligen alten Oma betrieben. Ansonsten ist es hier noch ein mal heiß er als in Pipa. Während unserer drei Tage Aufenthalt hier haben wir die Stadt mit der neuen Kathedrale, dem Mercardo centrale(s.Bild) alten Kolonialhäusern und den Standstränden, die aber verglichen mit den anderen Ständen nicht so schön waren. Des Weiteren gab es Unmengen von Kleidergeschäften, Ständen und Märkten zu sehen.

Im Hostel findet man immer jemanden morbidem man Abends nochmal bißchen im die Stadt gehen kann oder in ne Bar ein Bierchen trinken.

Besser ist jedoch die Alternative sich mit einem Couchsurfer, der in den Ort wohnt im dem man gerade ist, sich zu verabreden. Es sind also Ortsansässige oder" local People" wie sie im Fachjargon heißen. Entweder man wohnt direkt mit ihnen in ihrem Haus oder man verabredet sich und dann bekommt man nette Ecken in dem Ort gezeigt. Wir versuchen dies so oft wie möglich zu arrangieren, da man so das Land, die Menschen viel besser kennenlernt. Außerdem hat man direkt Anschluss...


Noch eine ganz kurze Geschichte zur Komminikation;) da wir ja vorhaben uns mit meiner Tante und meinem Onkel, die zufällig zu gleichen zeit auch eine Brasilienreise machen, treffen wollen und diesbezüglich nochmal die Reiseroute anpassen wollten, mussten wir kurzfristig Kontakt nach Deutschland herstellen. Ok, anrufen geht immer, ist aber schweinisch teuer.

Wie sollte ich nun innerhalb von einer Viertelstunde Kontakt herstellen, wir wollten nämlich dann die weiteren Flüge buchen. Kurzer Blick ins Handy und ich sah, dass mein sehr guter Freund Andreas online war... Also kam die Idee eine Verbindung von Brasilien nach Biebern herzustellen mit der Telefonzentrale Birk im Kassel .... So machten wir es dann auch: per Skype nach Kassel und via Telefon nach Biebern.... Das Telefon wurde an Boxen und Mikrophon gehalten und es funktionierte Super;) wie ich erfahren habe wurde mittlerweile in Biebern auch Skype eingerichtet sodass weiter einfacherer Kommunikation nun nichts mehr im Wege steht. ;);)


Am letzten Tag trafen wir uns dann noch mit zwei Couchsurferinnen,Chrity und Mariana, die uns die schönsten Plätze in Fortaleza zeigten, u. a. Die Strandpromenade und den Spanischen Garten. Abends wurden wir noch eingeladen mit in einen kleinen Club zu kommen um dort den Geburtstag von Mariana mit weiteren Freunden zu feiern. Da wir eh Zeit hatten( wir mussten gegen 3 Uhr nachts am Flughafen sein, da unser Flug nach Belem um 5 Uhr ging) und wir bereuten es nicht. Es war ein Super netter Abend;) (s.Bild) Schade, dass wir uns erst am letzten Tag kennen lernten. Gerne wären wir noch ein paar Tage länger bei unsern neuen Freunden geblieben.
28Oktober
2013

Teil 3: Surfen und die letzten Tage in Pipa 27.-29.10.2013

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Das Leben in Pipa ist sehr easygoing und uns gefällt es so gut hier, dass wir schon zwei Mal unseren Aufenthalt verlängerten. Aus geplanten 3 Tagen wurde eine Woche. Aber das ist ja das schöne an unserem Reisesystem. Wir nennen es " freeflow" und es meint, dass wir uns treiben lassen. Wo es uns gefällt bleiben wir und wenn wir genug von einem Ort haben, fahren wir weiter.
Surfen gehört hier zu den Volkssportarten Nummer eins. Da die Wellen besonders am Praia de Madeira sehr gut für Anfänger geeignet waren, entschlossen wir uns Surfstunden zu nehmen. Also checkten wir mal die Surfschulen und verglichen die Preise. Bei den langen Verhandlungsrunden mit den Lehrern war ich wieder in meinem Element und handelte den Preis bis an die Schmerzgrenze runter. Letztendlich entschieden wir uns für die Surfschule "easy surfing", die älteste Surfschule in Pipa mit Besitzer namens Bruno. Mit ihm handelten wir eine Surflehrstunde 1,5 std. für 40 RS ( von anfänglich 70Rs) herunter und als kleinen Zugabe noch das Brett für den Rest des Tages und ein kostenloses Surfbrett für den nächsten Tag zum freien Üben;) der Deal war ganz nach meinem Geschmack. Das Vorhaben im Hostel Kund getan, schloss sich kurzer Hand noch Sonja aus Spanien an. Eine zusätzliche Person ließ uns nun natürlich noch Spielraum für weitere Verhandlungen. So war es dann auch und wir machten das Geschäft für das Gänze Packet für 35 Reais. Wir bekamen für spezielle etwas stabiler im Wasser liegende und nicht so harte Surfbretter für Anfänger. Dann noch einen leichtes neoprenshirt und los ging's. Nach den Aufwärmübungen folgten Trockenübungen am Strand. Lernziel für heute sollte sein in der Welle auf dem Brett zum Stehen zu kommen und bis an den Strand zu Surfen. Nach den Übungen ging es dann auch schnell ins Wasser, wo uns unser gut englischsprechender Lehrer Ari wertvolle Tipps in der Welle gab. Surfen ist super anstrengend, kein Wunder das die Surflehrer alle so ein Adoniskörper haben. Besonders das vom Strand gegen die Wellen Anpaddeln ging in die Arme und in den Rücken ohne Ende. Letztlich schafften wir unser Ziel und surften auf der Welle ein Paar Mal stehend zum Strand;) und am nächsten Tag wussten wir genau welche Muskeln wir fürs Surfen so brauchten. Auch die aller kleinsten Muskeln strotzten nur so von Muskelkater. Nichtsdestotrotz machten wir am folgenden Tag von unserem Deal Gebrauch und übten noch ein paar Wellen auf eigene Faust. Lange hielten wir beide aber im Wasser nicht durch, da wir noch so müde vom Vortag waren. Man kann übrigens einen Fortgeschritteneren Surfer von einem Anfänger unter anderem daran unterscheiden in welcher Weise er sein Surfbrett trägt. Auf der Brettseite, auf der man steht, ist nämlich eine Art Wachs oder Harz aufgetragen sodass man besseren Halt hat. Das hab ich dann auch gemerkt als mir das Wachs an den Bauchhaaren klebte;)
Noch eine Kurze Anekdote zu unserer spanischen Sonja...Ende 30, sportlicher Körper und super viel Holz vor der Hütte. Als sehr exhibitionistische Frau ließ sie auch kaum eine Gelegenheit aus um letzteres demonstrativ zur Schau zustellen. Dabei muss angemerkt werden, dass oben ohne am Strand liegen in Brasilien, trotz aller Freizügigkeit in der Kleiderwahl, doch sehr verpönt ist. Mit einem geschulten Blick erfuhr man aber auch schnell welchen Ursprung die großen Brüste hatten: von Mitte der Mamille bilateral nach kaudal in die Mama-Thorax-Falte auslaufende Narben. Naja, wem's gefällt.... Wollte sie eigentlich fragen bei welchen Discount- Plastiker die sich diese Dinger machen lassen hat;) Die Surflehrer, die sich mehr und mehr um uns versammelten, hatte es wohl nicht gestört.
Noch ein kurzer Rat an zunkünftige nach Brasilien reisende Tierliebhaber/innen. Es gibt hier wirklich tolle Tiere auf der Straße oder im Garten zu beobachten. Zu den besonderen gehören bis jetzt auf jeden Fall die Kolibris und kleine Affen, mir unbekannter Art, die jedoch versuchen Nahrungsmittel vom Tisch abzustauben. Bei den hiesigen Katzen ist jedoch Vorsicht geboten. Zum zwei Mal ist es mir passiert, dass eine Katze durch das offene Fenster durch den Vorhang, ohne zu wissen wo sie im Zimmer landen wird, gesprungen ist. Gelandet sind sie bisher immer auf mir und haben mich mitten aus den Schlaf gerissen... Der menschliche Körper hat eine wahnsinns Reaktionszeit aus dem Tiefschlaf wach zu werden, denn ich immer noch im Augenwinkel erkannt, dass es eine Katze war und kein anderes Tier;) schon toll... Auf jeden fall einmal in Zimmer drin, ging dann auch bald das große Miaue los, da kein Ausgang aus dem Zimmer mehr gefunden wurde...
Am vorletzten Abend gönnten wir uns noch ein leckeres Abendessen in einer Pizzeria. Auf der Strasse wurden Promotionsflyer verteilt. Wir wollten ja eigentlich nur eine Pizza essen aber für 25 Reais (günstiger als die kleinste preiswerteste Pizza) gab es All-you-can-eat. Das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen und haben gespachtelt was das Zeug hält. Solch ein All-you-can-eat hab ich noch nicht erlebt! Sobald wir den Teller fast leer hatten kamen Kellner mit den verschiedenen Pizzen zur Auswahl und das unentwegt bis man zu erkennen gab, dass man nicht mehr wollte. Das war für die Bedienung aber lediglich der Anlass mit dem Bringen der Pizzen aufzuhören und mit Pastagerichten zu beginnen. Wahnsinn!!! Als die auch alle Nudelgerichte serviert oder gezeigt waren, wurde nochmal die gesamte Speisekarte gereicht und nach Präferenzen gefragt.... Puh.... Zum Schluss schafften wir nur noch eine kleine Auswahl der süßen Desertpizzen und waren satt und sitt für mindestens 2 Tage;) war aber eine geniale Aktion.
Am 29.10.2013 nahmen wir um 18 Uhr den letzten Bus ( 11,50RS) nach Natal, in dem wir noch einen spanischen Austausch- Zahnmedizinstudenten aus Madrid trafen . Von Natal ging es dann mit dem Nachtbus für 98 RS nach Fortaleza.
26Oktober
2013

Teil 2: Die schönen Strände von Pipa 26.+27.10.2013

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Die meiste Zeit unseres Aufenthaltes in Pipa verbrachten wir an einem der schönen Strände dort. Zahl derer gab es 4 und jeder hatte eine andere Besonderheit. Am Praia centrale gab es viele Bars und Restaurantes, die ihre Tische und Stühle am Strand bis an die Wassergrenze aufgestellt hatten. Der wohl berühmteste Strand von Pipa ist der Praia dos Golphinos. In dieser Bucht, die man zu Fuß nur während der Niedrigwasserzeiten gut erreichen kann, tümmeln sich zahlreiche wildlebende Delphine. Es ist herrlich zuzusehen wie sie aus dem Wasser springen oder sich einen Spass daraus machen zwischen den badenden oder schwimmenden Menschen herumzutollen. Einen Tag hatten wir uns vom Hostel ein Surfbrett ausgeliehen. Mit diesem wollten wir den Delphinen noch näher kommen. Eine Annäherung näher als 1-2 Meter oder gar eine Berührung war aber leider nicht drin;( Dann gab es noch den Praia de Madeira als nächster nachdem Delphinstrand in Richtung Tibeau do Sol. Dieser war am weitesten entfernt und nur über einen langen Fußmarsch am Strand entlang oder mit einer kleinen Busfahrt zu erreichen. Hier reichten die Palmen bis ans Wasser und die Wellen waren perfekt zum Surfenlernen. Der letzte der 4 Strände war der Praia d'Amore. Viele bizarre Felsformationen und eine tolle Brandung waren seine Merkmale. Die meterhohen Wellen luden hier zu Sportbaden oder zum Surfen ( aber nur wenn man es schon beherrscht, sonst reiner Selbstmord) ein.
An dieser Stelle möchte ich noch ein paar Worte zur Bademode, insbesondere zu der, der Brasilianerinnen, verlieren. Es scheint bei den Modedesignern von Bikinis das Motto " so viel nackte Haut zeigen wie möglich, oder anders so Rohstoff sparend wie möglich zu produzieren" vorgeherrscht zu haben. Daran ist ja prinzipiell nichts auszusetzen, gerade für uns Männer...;) die braungebrannten gut gebauten Körper brasilianischer Frauen sind schon nett anzuschauen;) Jedoch gibt es auch viele Frauen, an deren Stelle ich diese knappen Bikinis nicht getragen hätte. Ganz zu schweigen von den sehr gut genährten bis adipösen Frauen ( und wir sprechen hier auch von Fällen der Adipositas Magna mit einem BMI über 35) und den Frauen Ü65... Auch diese laufen in den knappen sexy Bikinis herum, wobei das Wort "sexy" dort aus meiner Sicht seine Bedeutung verliert. Aber es scheint wohl nichts anderes hier zu geben und unwohl scheinen sich die Damen auch nicht zu fühlen:).
Versorgt haben wir uns im Hostel indem wir uns im Supermarkt Sachen gekauft haben und diese dann in der Gemeinschaftsküche zubereitet haben. Die Früchte Ananas, Mango, Papaya, und die verschiedenen Melonensorten schmecken hier verglichen mit Deutschland so gut;) Ansonsten wurde auch gemeinschaftlich gekocht oder wir hatten ein Barbecue zusammen. Glück hatten wir, da zur gleichen Zeit auch eine holländische Chefköchin gerade dort wohnte und uns an ihren Fähigkeiten Teilhaben ließ.
Einen Nachmittag wollten wir noch Flugtickets von Fortaleza nach Belem Buchen, da die Busverbindungen zu kompliziert wären und zu lange gedauert hätten ( 25 h statt 1std. 40 min Flug). Es war aber ein Drama sag ich euch. Wir dachten so ein Flug sei ja in 10-15 Min. gebucht, aber es wurden am Ende fast 2,5 -3?Std.. Die bekanntesten und günstigsten Fluggesellschaften hier in Brasilien sind TAM und GOL. Beide haben auch seit ein wenigen Jahren eine englischsprachige Webseite. Wir waren also ganz happy und legten los, machten alle nötigen Eingaben und klickten uns weiter... Es klappte alles wunderbar nur der letzte Schritt des Bezahlen war mit einer immer wieder auftretenden Fehlermeldung behaftet. Hmmm... Nach mehrmaligen Versuchen merkten wir das es kein Sinn hatte und versuchten eine andere Taktik. Da wir nun ja ungefähr wussten was in die Eingabemaske geschrieben werden muss, versuchten wir den Buchungsvorgang auf portugiesisch zu vollziehen. Leider gedacht als getan... Wir brauchten oft zu lange mit der Eingabe, sodass die Seite uns rausgeschmissen hatte wegen Zeitlimit Überschreitung. Ich hab nen Aff bekommen.....Aber mit Internetwörterbuch und Hilfe von Landessprachlern ging es schlussendlich doch. Das Blöde war nur, dass wir erst nach der Bestätigung bemerkt hatten, das wir eine falsche Internetadresse angegeben hatten;( So ein Mist...... Nach ca. weiteren 40 Min. Hatten wir es dann noch glücklicherweise geschafft, die Adresse wieder unzuändern, sodass die E-Tickets doch an den richtigen Ort gesendet werden könnten. Oh man.. Was ein Akt... Und dabei hatten wir noch ganz großes Glück, denn ( es war mittlerweile Abend und dunkel geworden) ca. 30 Min. nach dem Buchungsdrama verabschiedete sich der Stromtransformator in unserer Straße mit lauten Geknalle und mit Funken sprühendem Feuerwerk. Das ungewollte Augenspektakel dauerte 1 Minute und dann war der ganze Stadtteil still und stockfinster;) gut, dass wir auch für solche Fälle mit Stirnlampen und Led Lenser T 7-Spezialtaschenlampe, die die Nacht zu Tage macht, ausgerüstet waren. Nachdem wir den Schaden auf der Strasse begutachtet hatten, gönnten wir uns ein wohlverdientes Feierabend Bierchen;)
Zum Glück war in unserem Viertel auch die Polizei stationiert, sodass das Problem im Laufe des nächsten Tages schnell behoben wurde. In anderen Stadtteilen dauere das schon mal mehrere Wochen, so unser Hostelbesitzer.
25Oktober
2013

Teil 1: Auf nach Pipa! 24.+25.10.2013

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Heute morgen ging es früh los. Wir wollten nochmal nach Pipa zu den Delphinen und den wunderschönen Stränden. Zum kräftigen Frühstück gab es eine Eierpfanne á la Daniel mit Zwiebeln, Schinken und Tomaten. Danach packten wir unsere 7 Sachen, verabschiedeten uns von dem noch halbschlafenden Marcelino( 8 Uhr war definitif zu früh für ihn) und machten uns auf den Weg nach Sibauma. Wir wussten ja nun dass dort um ca. 10 Uhr ein Bus nach Pipa fährt. Wir hatten aber wegen der Fähre und eigentlich weil, man ja hier nie weiß was einen erwartet, einen kleinen Zeitpuffer eingebaut. Dieses Mal sollte aber alles klappen. Um 10 Uhr kam der kleine Bus mit den uns auch wiedererkennenden Fahrern. Einer etwas dicklich der andere groß, also sie hatten was von Dick und Doof;) Jedenfalls ist mir kurz vor Abfahrt am Bus noch etwas aufgefallen. Wem noch ??? ( siehe Bild) aber wir gift ten, dass wir die Fahrt trotzdem sicher überstehen.
Generell ist uns hier im Nordosten Brasiliens aufgefallen, dass es hier eine sehr hohe Arbeitslosigkeit geben muss. Ganz viele, auch junge Menschen, sitzen den ganzen Tag nur vor den Häusern rum und wissen nicht was sie tun sollen. Und wo Arbeit ist, dort wird versucht so viele Leute zu beschäftigen wie möglich... Beim Bus zum Beispiel kassiert nicht der Fahrer, sondern eine andere Person. In unserm Fall war es der kleine Dicke. Obwohl nur ca. 8-10 Leute mitfuhren und jeder 2 Reais zahlen musste( egal wie weit man fuhr), bekam jeder Passagier einen kleinen Papierzettel mit einer 2 drauf nach dem Bezahlen sehr gewissenhaft ausgehändigt. Bei uns hieß das Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

In Pipa angekommen haben wir auch schnell unser ausgesuchtes Hostel gefunden. Das kleine Dorf besteht eigentlich nur aus einer Hauptstraße mit Geschäften, Restaurants und Bars in der sich die Leute tummeln. Im Hostel angekommen, hatten wir Glück, dass gerade ein Doppelzimmer mit eigenem Bad, eigener Terasse und Hängematte frei war( 25 Reais pro Nacht pP)( siehe Bilder) und es ergattern könnten. Das Hostel ist sehr schön und ruhig in einer Seitenstraße gelegen. Die Besitzer waren, zwei Argentinier waren sehr nett und hilfsbereit;) abends wurde zusammen gegrillt oder crêpes gemacht. Oder man ging Abends noch zusammen weg in eine Bar oder in einen Club. War eine schöne und angenehme Atmosphere dort in der kleinen Backpacker gemeinschaft. Die ersten beiden Tage verbrachten wir an einem der 5 schönen Strände hier, chillten in der Hängematte (die Kolibris oder Affen, an unsere Terrasse kamen beobachend) oder schlederten durch die Strassen Pipas..

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